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Süßstoff-Blog

Diplom Oecotrophologin Anja Krumbe
Anja Roth
Diplom-Oecotrophologin
Anja Roth ist Diplom Oecotrophologin und Fachjournalistin. Sie führt eine eigene Praxis für Ernährungsberatung und -therapie sowie eine Lehrküche. Seit über 10 Jahren ist sie freiberuflich für den Süßstoff Verband tätig.
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06. Feb. 2019
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Schlaraffenland ISM

Ob man auf Herzhaftes oder Süßes steht, auf der ISM, der größten Fachmesse der Welt für Süßwaren und Knabberartikel, kommt man auf seine Kosten. Hier werden neue Trends, innovative Produkte und natürlich auch die „Evergreens“ unter den Süßigkeiten angeboten.

Riesige Papp-Cupcakes, überdimensional große „Gummiwürmer“ und der Kölner Dom aus Keksen – alles schreit nach Spaß und Genuss. Schaut man genauer hin, haben aber auch viele Anbieter neben dem Genuss einen Mehrwert im Blick.

Eiweißreich und zuckerarm scheinen dabei dem Wunsch des Verbrauchers nach mehr Gesundheit entgegen zu kommen. Beim Sportlerriegel lässt sich das relativ einfach umsetzen, aber bei Gummibärchen oder Keksen? Zucker als Zutat lässt sich bei vielen Produkten nur schwerlich wegdenken, denn er liefert Volumen und sorgt zum Beispiel bei Gebäck für die Bräunung und die Röstaromen. Welche Möglichkeiten des Zuckerersatzes es geben kann und welche Produktionstechnologien angewendet werden können, damit ein süßes Ergebnis erhalten bleibt, konnten die Besucher auf der die ISM begleitenden ProSweets erfahren.

"zuckerfrei" – Bei Bonbons keine Neuheit

Eine Produktgruppe, die es schon seit vielen Jahren „zuckerfrei“ gibt, sind Bonbons. Hier verwendet man Zuckeraustauschstoffe als Volumengeber und süßt mit Süßstoff. Man erhält so ein zuckerfreies und zahnschonendes Produkt – gerade für Bonbons, die sich ja lange im Mund aufhalten ist das ein ganz wichtiger Punkt. Bei der Frage, welcher Süßstoff im Bonbon landen soll, entscheiden viele Hersteller nicht nach Geschmack, sondern nach dem Wunsch der Verbraucher. So findet man immer mehr Produkte, die mit Steviolglycosiden, statt Aspartam gesüßt sind. Aspartam habe ein schlechtes Image in der Öffentlichkeit und sei deshalb durch andere Süßungsmittel ersetzt worden, hörten wir von den Herstellern. Irgendwie unglaublich, dass sich die Branche dem Druck derer beugt, die seit Jahrzehnten den Mythos „Aspartam sei lebensgefährlich“ am Leben halten.


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